Einlagen­technik

Sind Einlagen sinnvoll? Ja, wenn sie richtig gemacht sind!

Eine Fuß-Einlage wird individuell auf die Person und ihre Anfordernisse entsprechend angefertigt. Im Gegensatz dazu ist eine konfektionierte Einlage genormt und kann spezifische Fußprobleme nicht lösen. Nach ärztlicher Diagnose und Rezeptierung erfolgt eine persönliche und fachmännische Aufnahme. Nach Besprechung werden mit Hilfe eines Arbeitsbogens die Einlagen maßgerecht erstellt. Diese Einlagen werden durch Trittspur, Fußabdruck oder Fußscanner, sowie auf besonderen Wunsch nach Fußdruckmessung, vorbereitet – unter Berücksichtigung des Verwendungszwecks, z. B. Sport, Freizeit oder Arbeit …., sowie Art der Schuhe.

Grundsätzlich gilt: Eine Einlage die nicht getragen wird, hilft nicht! Darum ist es wichtig, die Einlagen auch nachträglich zu überprüfen und anzupassen.

Wir bieten von der Basis-, bis Premium-Einlage eine breite Palette zur Auswahl an. Entscheidend für eine positive Einlagenversorgung ist der richtige Schuh und darauf abgestimmte Art der Einlage. Für ein positives Therapieergebnis ist die richtige Einlagenart notwendig!

Senso-Neuromotorische Einlage

Bei Einlagen unterscheidet man zwischen einer aktiven und eine passiven Art. Im Bereich der sensomotorischen und neurologischen Einlagen eröffnet sich für die Orthopädie-Schuhtechnik ein anderer dynamischer, aktiver Versorgungsbereich. Sie stimuliert die Fußmuskulatur und somit den ganzen Körper, löst etliche Verspannungen und aktiviert die Beweglichkeit.

Nach Ausgabe der Sohle erfolgt 6 Wochen später eine Kontrolle der Statik, ggfls. mit einer Anpassung. Die Wahrnehmung dieses Termins liegt in der Verantwortung des Kunden. In der ersten Zeit des Einlaufens kann es zu Muskelkater im Bereich der Wadenmuskulatur kommen. In seltenen Fällen kann es zu Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen führen. In diesen Fällen muss eventuell eine Korrektur der Sohle vorgenommen werden oder die Einlaufzeit, mit ½ Stunde beginnend langsam steigern.

Grundsätzlich gilt, bei Auffälligkeiten Rücksprache zu nehmen und im Fachgeschäft vorzusprechen. Die Erfahrung zeigt, dass diese Fälle eher die Ausnahme sind und durch individuelle Maßnahmen zu einem positiven Ergebnis führen. Unterstützende Maßnahmen sind z. B. Neutraltherapie und Osteopathie. Ziel solcher Therapien ist es, blockierte Gelenke zu lösen und Narben-Störfelder aufzulösen um so schneller eine allgemeine Besserung zu erreichen.

Sensomorotische Einlage
  • Beckenschiefstand*/Verwringung
  • Beinlängendifferenz*
  • Skoliosen und Kyphosen
  • Schulter- und HWS-Verspannungen
  • Kiefergelenk-Fehlstellung
  • Instabilität der Fuß- und Kniegelenke
Neurologische Einlage
  • Spasmus (komplexe Lähmungserscheinung)
  • Peroneus-Lähmung
  • Apoplex (Schlaganfall)

Senso-Neuromotorische Einlagen erstellen wir nach...

  • dynamischer Trittspur
  • Fußscanner
  • Rückenmessung/Option
  • Video-Laufanalyse mit und ohne Versorgung/Option
  • Befundbogenerstellung

* hierbei kann es bei der Auslegung der Sohle bereits zu einer Korrektur kommen
(auch hier gilt – erst Auslegung der Sohle, dann Korrekturmöglichkeiten auswählen)

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